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Vias,
Stadt der Antike, wurde zum ersten Mal im Jahre 899 in einer Charta
des Bistums von Agde erwähnt: das Lehngut Vias geht auf einen
alten galloromanischen Landsitz zurück, der aus der Zeit der
römischen Kolonisation stammt. Die Besiedelung des Gebiets
ist jedoch noch wesentlich älter: Spuren von Siedlungen aus
dem Chalkolithikum (2000 Jahre v. Chr.) wurden an den Hängen
des erloschenen Vulkans von Roque-Haute entdeckt sowie die Zeugnisse
des Durchzugs griechischer Seefahrer 600 v. Chr. Im 12. Jh. entsteht
das Castrum (befestigtes Dorf) mit seinen aus Vulkanstein erbauten
Schutzwällen, die dem Dorf seine runde, sehr charakteristische
Form verleihen. Zu dieser Zeit gelangt man in den Marktflecken durch
vier mit Zugbrücken gesicherte Tore, von denen nur mehr das
Tor St-Thibéry besteht.
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Der Bau der befestigten Kirche St Jean Baptiste (von 1394 bis 1424)
in einer Linie mit den Schutzmauern trägt noch zur Befestigung
bei. Im Laufe der Jahrhunderte und der Ereignisse erhält das
Dorf sein jetziges Aussehen, das sich durch die Verwendung des schwarzen
Vulkansteins beim Bau der meisten Häuser auszeichnet. 
Im 17. Jh. zieren Türen im italienischen Stil Häuser und
Gebäude. Im 19. Jh., unter der Stadtführung von François
Rasca de Palignan, wird der Brunnen restauriert und die Markthalle
erbaut. Zur gleichen Zeit nimmt der Weinbau an Bedeutung zu und
die Häuserstruktur passt sich dementsprechend an mit einem
Keller im Erdgeschoss, der sich zur Straße hin öffnet.
Das Dorf dehnt sich hinter den Schutzmauern aus, die nach dem Zweiten
Weltkrieg geschliffen werden, um dieser Expansion Vorschub zu leisten.
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